Mehr Druck bringt nichts: So entsteht echte Accountability im Team

Shownotes

Viele Führungskräfte glauben, ihr Team liefert nicht, weil es an Disziplin fehlt. In Wahrheit fehlt meist etwas anderes: Respekt und Klarheit. In dieser Folge spreche ich darüber, warum Accountability nicht mit Kontrolle beginnt, sondern mit Haltung.

Ich zeige, weshalb „einfach sagen, was zu tun ist“ langfristig jede Eigenverantwortung zerstört. Du hörst, warum die besten Mitarbeitenden nicht geführt werden wollen wie Ausführende, sondern wie Expert:innen.

Es geht darum, weshalb das „Warum“ entscheidender ist als jede To-do-Liste. Ohne Kontext entsteht Dienst nach Vorschrift – mit Kontext entsteht Mitdenken. Ich erkläre, warum Unklarheit der größte Feind von Verantwortung ist.

Vage Erwartungen führen nicht zu besseren Ergebnissen, sondern zu Frust auf beiden Seiten. An einem konkreten Beispiel zeige ich, wie klare, messbare Erwartungen wirklich aussehen. Außerdem geht es um einen Fehler, den viele Führungskräfte machen: für die Arbeit anderer zu sprechen.

Mitarbeitende wollen Verantwortung übernehmen – wenn man sie lässt. Diese Folge richtet sich an Führungskräfte, die genug davon haben, ständig hinterherzulaufen. Wer Accountability ohne Mikromanagement will, muss Führung neu denken.

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Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:20: Es gibt ein Missverständnis in Führung, das ich immer wieder sehe.

00:00:23: Viele glauben, Accountability bedeutet, anderen zu sagen, was sie zu tun haben.

00:00:28: Anweisungen geben, Erinnerungen schicken.

00:00:30: Kontrolle erhöhen.

00:00:32: Aber echte Accountability beginnt nicht mit Kontrolle, sie beginnt mit Respekt.

00:00:37: Die besten Mitarbeitende, mit denen ich in über thirty-fünf Jahren gearbeitet haben, war nicht denen, den man ständig hinterherlaufen musste.

00:00:44: Es waren die, die wirklich wollten, dass Erwartungen erfüllt werden.

00:00:48: Nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung.

00:00:52: Und diese Überzeugung entsteht nicht zufällig.

00:00:55: Warum einfach sagen, was zu tun ist, nicht funktioniert?

00:00:59: Wenn Führungskräfte merken, dass Dinge nicht laufen, ziehen sie auf die Zügel an.

00:01:03: Mehr Meetings, mehr Nachfragen, mehr Druck.

00:01:05: Kurzfristig funktioniert das manchmal.

00:01:07: Langfristig nicht.

00:01:08: Wird derzeit passiert, aber es ganz anderes?

00:01:10: Die Motivation sinkt, die Eigenverantwortung verschwindet, Menschen warten nur noch auf ein Deiner Anweisung.

00:01:17: Das ist kein Leistungsproblem, das ist ein Führungsproblem.

00:01:21: Wenn Mitarbeitende wären sich nicht gegen Erwartungen, sie wären sich dagegen nicht ernst genommen zu werden.

00:01:28: Schuldeins, sprich mit ihnen wie mit Experten.

00:01:32: Der erste große Hebel ist so simpel, aber er ist auch so wirkungsvoll.

00:01:36: Sprich mit ihnen, als ob sie die Experten in ihrem Bereich wären.

00:01:39: Nicht gespielt, nicht anbiedern, sondern ehrlich.

00:01:43: Wenn jemand den Marketing arbeitet, dann weiß er vermutlich mehr über Marketing als du.

00:01:47: Wenn jemand Prozesse verantwortet, dann kennt er die Abläufe besser.

00:01:51: Wenn jemand den Vertrieb ist, dann kennt er den Kunden besser.

00:01:54: Genau deshalb hast du diese Person eingestellt.

00:01:58: Menschen wollen von ihrer Führungskraft respektiert werden.

00:02:02: Und wenn wir ehrlich sind, auch ein Stück weit bewundert.

00:02:05: Nicht für alles, aber für ihre Kompetenz.

00:02:08: Sobald jemand das Gefühl hat, von oben herab behandelt zu werden, stirbt Accountability.

00:02:14: Vielleicht bleibt Gehorsam, aber Engagement ist weg.

00:02:18: Schritt zwei macht das warum Glas klar.

00:02:21: Gute Mitarbeitende wollen keine To-do-Liste.

00:02:24: Sie wollen Zusammenhang, Sie wollen verstehen, warum etwas wichtig ist, welche Wirkung Ihre Arbeit hat, wem Sie damit helfen.

00:02:32: Und wenn Führungskräfte das Warum weglassen, passieren zwei Dinge.

00:02:37: Menschen schalten innerlich ab und sie hören auf mitzudenken.

00:02:41: Und sobald Menschen aufhören mitzudenken, beginnt Micromanagement.

00:02:46: Also erkläre ich nicht nur, was ich brauche, sondern auch warum.

00:02:50: Welches Ziel dahinter steht, was dadurch möglich wird, was sonst nicht funktioniert.

00:02:55: Verstehen Mitarbeitende das?

00:02:56: warum?

00:02:57: Denken Sie nicht mehr wie Ausführende, sondern wie Mitverantwortliche.

00:03:02: Schon drei.

00:03:04: Unklarheit, zerstörte Accountability.

00:03:06: Und hier scheiterte Accountability am häufigsten nicht, weil Menschen faul sind, sondern weil Erwartungen schwammig sind.

00:03:13: Unklarheit ist der größte Feind von Verantwortung.

00:03:17: Ich brauche den Bericht jede Woche, ist keine klare Erwartung.

00:03:21: Was für ein Bericht?

00:03:22: Wie detailliert?

00:03:23: Bis wann genau?

00:03:24: Wofür?

00:03:25: Also formuliere ich konkret.

00:03:27: Ich brauche einen detaillierten Bericht zu X, Y und Z bis Mittwoch, achtzehn Uhr, damit wir am Donnerstag im Marketing Meeting fundiert entscheiden können.

00:03:37: Jetzt ist klar, messbar und fair, was zu tun ist.

00:03:41: Klar, das ist kein Druck.

00:03:42: Klarheit ist Führung.

00:03:44: Sprich nicht für die Arbeit anderer.

00:03:47: Ein Punkt, den viele Führungskräfte unterschätzen.

00:03:49: Menschen wollen nicht, dass du für ihre Arbeit sprichst.

00:03:52: Sie wollen selbst dahinter stehen, wenn Arbeit wichtig ist.

00:03:55: Dann hol die Person mit in den Raum, lass sie erklären, lass sie Verantwortung übernehmen, dass es kein Machtverlust, das ist Führungskräfteentwicklung.

00:04:06: Du gibst Richtung vor, du hältst Standards, aber du erzeugst Stolz statt Wie erstand.

00:04:12: Was Accountability wirklich bedeutet?

00:04:14: Naja, heißt nicht Kontrolle, heißt Ausrichtung.

00:04:17: Menschen wissen, was erwartet wird, sie wissen, warum es wichtig ist, sie wissen, woran Erfolg gemessen wird und sie fühlen sich dabei respektiert.

00:04:27: Dann steigen Mitarbeiter ein.

00:04:29: Nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

00:04:32: Wenn Accountability in deinem Team anstrengend ist, liegt das selten an mangelnder Motivation, sondern fast immer an fehlender Klarheit oder fehlendem Respekt.

00:04:40: Und wenn du lernen willst, Wie du Erwartungen setzt, die wirklich getragen werden und zwar ohne Micromanagement, sondern ohne Dauerstress.

00:04:49: Dann komm in meinen Null-Euro-Online-Training.

00:04:53: Den Link findest du in den Shownotes.

00:04:55: Wir hören uns in der nächsten Folge.

00:04:57: Ich freue mich auf dich.

00:05:04: Der

00:05:10: Podcast von und mit Kai Beuth,

00:05:13: dem Experten

00:05:14: für das Thema Führung.

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