Halbjahresgespräche sind Zeitverschwendung. Diese Methode nicht.
Shownotes
HR schreibt: „Bitte bis Ende des Monats: Mitarbeitendengespräche. Zwei pro Jahr.“ Und du spürst sofort diesen Widerstand im Bauch. Nicht, weil du dein Team nicht magst – sondern weil du genau weisst, wie das meistens endet: schwammige Rückblicke, dünne Grundlage, steigender Druck. Irgendwann kommt der Moment, in dem die Luft kippt: „Ich will den nächsten Schritt.“ „Beförderung.“ „Gehalt.“ Und du stehst zwischen zwei schlechten Optionen: Ja sagen und dich dabei schlecht fühlen – oder Nein sagen und der Spielverderber sein. Und dann noch der Satz, der jedes Gespräch abwürgt: „Kein Budget.“
In dieser Folge geht’s darum, warum diese Gespräche so oft keine Entwicklung sind, sondern eine Verhandlung. Und was sich verändert, wenn du plötzlich nicht mehr aus dem Bauch entscheiden musst, sondern eine echte Basis hast. Ich erzähle dir eine Geschichte aus der Praxis – und warum ein scheinbar kleines Detail am Ende den Unterschied macht: weniger Theater, weniger Frust, mehr Klarheit.
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Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:20: Etja schreibt bitte bis Ende des Monats Mitarbeiter-Eingespräche.
00:00:24: Zwei pro Jahr und du spürst sofort diesen Widerstand im Bauch.
00:00:30: Nicht!
00:00:31: Weil du deine Mitarbeitung nicht magst, sondern weil du weißt, wie das abläuft.
00:00:36: Zwei Gespräche im Jahr, sechs Monate dazwischen.
00:00:40: Und dann sitzen zwei Menschen am Tisch und tun so, als könnten sie ein Halbjahr sauber rekonstruieren.
00:00:47: Spoiler, das können sie nicht.
00:00:50: Du fragst, wie lief es in deinem Halbjahr?
00:00:54: Antworten wie aus der Pistole geschossen, aber nach Baukasten.
00:00:57: Ganz gut, war viel los, ich hab mich.
00:01:00: voll reingehängt.
00:01:02: Und du denkst, oh kann, okay, woran genau.
00:01:07: Dann bringst du ein Beispiel.
00:01:08: Und der Mitarbeiter relativiert.
00:01:10: Du merkst, wie du innerlich genervt wirst.
00:01:12: Es wird schwammig.
00:01:14: Gefühl gegen Gefühl.
00:01:17: Und irgendwann kommt er.
00:01:20: Immer der Satz, bei dem die Luft im Raum kippt.
00:01:25: Ich will den nächsten Schritt.
00:01:28: Ich sehe mich bereit für eine Beförderung.
00:01:31: und Gehalt, das müsste auch angepasst werden.
00:01:34: Und jetzt bist du gefangen.
00:01:36: Wenn du ja sagst, dann fühlt es sich an wie nachgeben ohne Grundlage.
00:01:41: Und wenn du nein sagst, dann bist du der, der nicht sieht, was ich leiste.
00:01:47: Und oft kommt noch etwas dazu.
00:01:49: Es gibt kein Budget, wir haben kein Spielraum dieses Jahr.
00:01:52: Und dieser Satz ist wie eine Wand, Gespräch vorbei, Motivation runter, Frust ganz weit oben.
00:01:59: Am Ende ist es keine Entwicklung mehr, es ist eine Verhandlung.
00:02:03: Deine mit schlechten Karten und mit einem Atmenaufwand, auf den wirklich niemand Bock hat.
00:02:09: Ganz ehrlich, ein Zahnarztbesuch macht viel mehr Spaß als diese ein- bis zwei Gespräche im Jahr.
00:02:17: Und jetzt zieht sich mit Helena zusammen, einer Kundin, Führungskraft, klar im Kopf.
00:02:20: Ein normales Coachinggespräch.
00:02:22: Wir reden eigentlich über Teamführung, Führung im Allgemeinen, was man im Coachinggespräch so macht.
00:02:28: Und dann lernen wir aber auch irgendwann mal bei diesen Mitarbeiter Endgesprächen.
00:02:31: Und ich sage ja, damit haben die meisten Führungskräfte natürlich Schwierigkeiten, weil die schon sehr zäh sein können.
00:02:37: Am Ende geht es dann fast immer nur um Gehalt oder Beförderung.
00:02:40: Helina nickt und sie sagt, genau deswegen mache ich es anders.
00:02:44: Oh, spannend.
00:02:46: Der Coach wird gecoached und dann erzählt sie mir etwas, bei dem ich kurz denke, sie macht einen Scherz.
00:02:52: Ich gebe meinen Mitarbeitenden jeden Monat eine kleine Papierfigur.
00:02:56: Ich denke, ich höre nicht richtig.
00:02:57: Mein erster Gedanke.
00:02:59: Was?
00:03:00: Sie sieht mein Gesicht und sagt sofort, warte, bevor du es näherlich findest, ist es wirklich genial.
00:03:07: Also am Monatsende malt jede Person der Figur ein Gesicht.
00:03:11: Happy, neutral, unhappy.
00:03:13: Du weißt so diese Smilies, die man auf so ein Papfigurchen malen kann.
00:03:17: Mehr nicht.
00:03:18: Und auf der Rückseite schreibt die Person dann ein, zwei Sätze.
00:03:21: Warum war der Monat so, wie das Gesichter jetzt aussieht?
00:03:26: Und jetzt passiert das Entscheidende.
00:03:28: Helena spricht sowieso regelmäßig mit ihren Mitarbeitenden, weil sie eine gute Führungskraft ist.
00:03:32: Und im letzten Gespräch des Monats legt immer diese Figur auf dem Tisch.
00:03:37: Und zwar ganz konkret frisch.
00:03:40: Und Helena sammelt die Figuren ein.
00:03:43: Nicht als Bastelkram, sondern als Verlauf des Jahres.
00:03:48: Sechs kleine Marker pro Halbjahr.
00:03:51: mit den Worten der Mitarbeitenden, mit Stimmung, mit Gründen, mit konkreten Momenten.
00:03:57: Wenn das halbjahres Gespräch kommt, dann bringt Helena den Stapel mit.
00:04:02: Und plötzlich ist das Gespräch nicht mehr.
00:04:05: Ich erinnere mich, ich empfinde, ich fühle, sondern schau.
00:04:10: So lief dein halbjahr, Monat für Monat.
00:04:14: Das gibt ein Haarffekt, da gibt es keine Überraschung mehr, da ist kein Theater.
00:04:19: Und genau hier entsteht zum ersten Mal eine echte Grundlage, wenn es dann um Beförderung oder Gehaltshirmen geht.
00:04:26: Du gehst nicht mehr einfach mit diesem Figuren zur HR oder zu deinem Chef, du machst daraus ein Case.
00:04:31: Ja, einen sauberen, nachvollziehbaren Plan, den du ja übrigens mit den Mitarbeitern noch absprechen kannst.
00:04:37: Welche Leistung wurde über sechs Monate konstant gezeigt?
00:04:40: Wo gab es Reibung und wie wurde damit umgegangen?
00:04:44: Welche Verantwortung wurde faktisch übernommen?
00:04:48: Was ist der nächste logische Schritt?
00:04:52: Die Figuren, die liefern den Beleg.
00:04:55: Sie flankieren deinem Case.
00:04:57: Sie stützen deine Argumentation.
00:04:59: Sie machen Entwicklung sichtbar.
00:05:02: Und plötzlich verändert sich die Diskussion.
00:05:05: Aus keinem Budget wird okay.
00:05:11: Lass uns was mal anschauen.
00:05:12: Weil die Wahrheit ist, das kann ich dir sagen, Geld ist immer da.
00:05:16: Geld ist immer da.
00:05:18: Nur nicht für alle.
00:05:19: und nicht für Bauchgefühl.
00:05:21: Und mit dieser Basis bekommen es die richtigen, gegebenenfalls deine Mitarbeitenden, und zwar die, die liefern, die, die sich entwickeln, die die Verantwortung tragen, bevor sie nach Geld und Titel verlangen.
00:05:33: Und du stehst im Gespräch nicht mehr zwischen zwei schlechten Optionen.
00:05:36: Die eine Option, wenn du ja sagst, fühlt es sich an wie nachgeben ohne Grundlage.
00:05:41: Und wenn du nein sagst, dann bist du der, der nicht sieht, was ich leiste als Mitarbeiter.
00:05:47: Du entscheidest jetzt nicht mehr aus dem Bauch, du entscheidest auf Basis eines Cacels und auf Grundlage des Feedbacks deiner Mitarbeitenden.
00:05:56: Bei Ihnen garantiert.
00:05:57: Ich würde das im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
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00:06:19: von und mit Kai Beuth, dem Experten
00:06:21: für das Thema Führung.
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