Dein Team liefert nicht? Willkommen im falschen Kindergarten

Shownotes

Viele Führungskräfte sagen irgendwann genervt: „Ich habe das Gefühl, ich arbeite im Kindergarten.“

In dieser Folge erzähle ich, warum genau dieser Gedanke in die falsche Richtung führt – und was ich beim Blick auf den Kindergarten meiner eigenen Kinder über Führung gelernt habe.

In dieser Episode erfährst du:

warum Klarheit und Konsequenz nichts mit Härte zu tun haben

was Erzieher im Alltag besser machen als viele Führungskräfte

weshalb Rituale, Struktur und Berechenbarkeit Teams Sicherheit geben

warum fehlende Leistung selten ein Mitarbeitenden-Problem ist

und wieso Führung oft unbewusst genau das verhindert, was sie eigentlich will

Die zentrale Erkenntnis Teams verhalten sich nicht „kindisch“, weil sie unreif sind – sondern weil Führung zu unklar, zu inkonsequent oder zu unfair ist.

Kostenloses Training Wenn du das Gefühl hast, dein Team liefert nicht, dann wirf zuerst einen Blick auf deine eigene Führung.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ein

00:00:20: Kindergarten ist auch besser geführt als dein Team.

00:00:23: Du kimmst mit Chaos, weil du Klarheit willst und genau das beherrschen Erzieherinnen und Erzieher perfekt.

00:00:30: Warum halten wir also Kindergärtnerinnen und Kindergärtner für Weich, obwohl sie Ordnung ohne Druck schaffen?

00:00:36: Ich finde, es ist ein Mythos, dass ein Kindergarten lautkaotisch unkontrollierbar ist, die Realität, die ich kennenlernen durfte, ist auf das Gegenteil.

00:00:45: Letzte Woche Donnerstag stand ich kurz gegenüber unseres alten Kindergartens.

00:00:51: Eigentlich wollte ich nur etwas für meine Frau aus der Änderungsschneiderei holen.

00:00:55: Die liegt direkt gegenüber von dem Kindergarten.

00:00:59: Kindergarten, bedanktes Küche.

00:01:00: Unsere Kinder sind inzwischen zehn und vierzehn Jahre alt, es ist also schon eine ganze Weile her.

00:01:06: Und trotzdem blieb ich stehen.

00:01:10: Der Eingang sah noch genauso aus wie früher, freundlich, offen, an der Tür, oberhalb hängt so ein großes, buntes Bild wie so ein Mosaik offensichtlich von Kindern gestaltet und gemalt und drin war es ruhig.

00:01:22: Darauf sind mal keine Kinder mehr.

00:01:23: Vermutlich, weil er schon nach fünf war.

00:01:25: Ich weiß es nicht mehr genau.

00:01:26: Und trotzdem war sie sofort da.

00:01:28: Diese Wehmut und diese Dankbarkeit.

00:01:30: Was für ein guter Kindergarten das war.

00:01:33: Und vermutlich noch ist ein Ort voller Wärme, voller Verständnis, voller Freude.

00:01:40: Aber eben auch mit klaren Regeln.

00:01:43: Und genau hier beginnt etwas, das wir gerne übersehen.

00:01:46: Wir reden oft abfällig über Kindergärten, als synonym für Chaos, für durcheinander, für Lärm, für Unreife.

00:01:54: Und dann sitzen Führungskräfte in meinem Büro und sagen mir, mit Frust in der Stimme, ich habe manchmal das Gefühl, ich arbeite im Kindergarten.

00:02:04: Was sie damit meinen, ist Überforderung, Diskussion, ständiges Erinnern, Verantwortung, die nach oben wandert.

00:02:12: Aber der Vergleich hinkt, denn Dieser Kindergarten damals war alles andere als chaotisch.

00:02:19: Disziplin im Kindergarten.

00:02:22: Ja, absolut.

00:02:23: Jeden Morgen begrüßen die Kinder die Erzieherinnen Erzieher mit Handschlag.

00:02:28: Nicht freiwillig, nicht optional, sondern klar geregelt.

00:02:33: Kein Machtspiel, keine Härte.

00:02:35: Eine Selbstverständlichkeit war das.

00:02:37: Ich erinnere mich an eine Situation, in der ein Kind morgens einfach so... an den der Erzieherin vorbeilaufen wollte und die Erzieherin, die ging in die Hocke, die schottete das Kind ruhig an und sagte, wir begrüßen uns hier, komm bitte noch einmal zurück.

00:02:51: Kein Druck, kein Tonfall, nur Klarheit.

00:02:55: Das Kind gab zurück, gab die Hand, erbot den Groß und der Tag begann ruhig.

00:03:01: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, dass daraus jemals ein Drama wurde.

00:03:06: Ich erinnere mich aber gut daran, dass ein Elternpaar Sein Kind nach wenigen Tagen wieder abmeldete, weil sie nicht wollten, dass ihr Kind gezwungen wurde, guten Morgen zu sagen.

00:03:18: Das fand ich damals schon seltsam und ich finde es heute immer noch so.

00:03:23: Denn was dort gelebt wurde, war keine Unterdrückung, es war Orientierung.

00:03:27: Ein anderes Bild ist mir bis heute präsent.

00:03:30: Zwei Kinder hatten sich gestritten.

00:03:33: Es wurden lautes Flossen tränen.

00:03:35: Keine Ecke, keine Strafe, kein... Bloß stellen.

00:03:39: Die Erzieherin, die setzte sich mit beiden an den kleinen Tisch, wissen Sie, diese kleinen Stühle, wo man als Erwachsener Rückenschmerzen bekommt?

00:03:46: Aber die waren jetzt ruhig und auf Augenhöhe.

00:03:48: Sie ließ beide erzählen, nicht um Schuld zu verteilen, sondern um Verstehen zu ermöglichen.

00:03:54: Und dann stellte sie eine einfache Frage.

00:03:56: Was brauchst du jetzt, damit es wieder gut wird?

00:03:58: Und die Kinder fanden selbst eine Lösung.

00:04:01: Kein Gewinner, kein Verlierer, aber Klarheit.

00:04:05: Ich erinnere mich an einen weiteren Moment.

00:04:07: Ein Kind hielt sich wiederholt nicht an eine Regel, nicht aus Trotz, vermutlich aus Überforderung.

00:04:14: Die Erzieherin nahm sich Zeit, erklärte den Rahmen und sagte einen Satz, der hängen blieb.

00:04:21: Ich trau dir zu, dass du das schaffst.

00:04:24: Das war kein Wegsehen, das war Führung.

00:04:27: Und wenn ich heute daran zurückdenke, dann wird mir etwas sehr klar.

00:04:32: Diese Erzieherinnen und Erzieher waren konsequent.

00:04:36: Sie waren berechenbar, sie waren klar.

00:04:39: Und genau deshalb waren sie fair.

00:04:42: Es gab Rituale, den Morgenkreis, feste Abläufe, einen strukturierten Tag.

00:04:48: Für die Kinder war nichts willkürlich, nichts überraschend und nichts abhängig von der Laune von irgendwem.

00:04:56: Und genau das hat Sicherheit geschaffen.

00:04:58: Erziehern erziehern führen nicht mit Druck, sondern mit Struktur.

00:05:02: Nicht mit Lautstärke, sondern mit... Präsenz.

00:05:06: Nicht mit Strafen, sondern mit Verlisslichkeit.

00:05:10: Und genau hier liegt der Bruch zu vielen Tipps.

00:05:13: Denn viele Führungskräfte erleben innerlich Chaos, Kontrollverlust, Erschöpfung.

00:05:19: Nicht weil sie zu wenig wollen, sondern weil sie zu viel auf ihren Schultern tragen.

00:05:24: Und dann entsteht dieser Gedanke, ich habe keinen Bock mehr.

00:05:28: Ich halte meinen Kopf für anderen.

00:05:30: Wenn Mitarbeiter X, Mitarbeiter Y weg wäre, dann wird es wieder laufen.

00:05:35: Und gleichzeitig diese Sehnsucht nach Ruhe, nach Klarheit, nach einem Team, das einfach tut, was vereinbart ist, ohne Diskussion, ohne Verzögerung.

00:05:45: Vielleicht lohnt sich genau hier ein Perspektivwechsel.

00:05:49: Denn der Kindergarten, den wir im Kopf haben, laut, chaotisch unkontrolliert, der existiert oft nur in unserer Vorstellung.

00:05:59: Wenn Klarheit fehlt, bleibt Führung anstrengend.

00:06:02: Dann bleibt alles an dir hängen, dann eskaliert mehr, dann wird rohe Seltener und dann, dann wächst deiner Schöpfungsgrad.

00:06:10: Nicht aus Boßheit, sondern aus Strukturmangel.

00:06:14: Ich bin Kai Beuth, Führerserfahrung und Topteams sind kein Zufall.

00:06:20: Wenn du deinen Kindergarten, den du in den Griff bekommen möchtest, dann findest du den Link zu meinem Sechzig Minuten Null-Euro-Online-Training in den Show-Note.

00:06:29: Vielleicht liegt Führung nicht mehr.

00:06:31: in Druck, sondern in etwas, das wir Lex kennen.

00:06:35: Du bist keine schlechte Führungskraft und dein Wunsch nach Ordnung ist kein Kontrollbedürfnis, ist einfach nur ein Signal.

00:06:42: Und manchmal können wir von denen am meisten lernen, die wir am wenigsten ernst nehmen.

00:06:53: Der Podcast von und mit Kai Beuth, dem Experten für das Thema Führung.

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