Führung beginnt dort, wo Zustimmung endet

Shownotes

In dieser Folge erzähle ich von einer Entscheidung, die mich als Geschäftsführer alles andere als beliebt gemacht hat.

Mitten in der Krise, vier Wochen vor dem wichtigsten Launch des Jahres, musste ich eine klare und unpopuläre Ansage machen.Samstagsarbeit in der Vorweihnachtszeit war für mein Team alles andere als willkommen. Die Reaktionen reichten von Frust über Funkstille bis hin zu offenem Widerstand. Und trotzdem war diese Entscheidung notwendig, um das Unternehmen zu stabilisieren. Ich spreche darüber, warum Führung nicht bedeutet, gemocht zu werden. Und warum ein gewisser Anteil an Widerstand kein Führungsfehler ist, sondern oft ein Zeichen von Klarheit.

Dabei geht es auch um die 90–10-Regel: Warum nicht alle hinter dir stehen müssen und sollen. Diese Folge ist für alle Führungskräfte, die mit schwierigen Mitarbeitenden und harten Entscheidungen ringen.

👉 In meinem Null-Euro-Training „Warum dein Team nicht liefert“ zeige ich dir die drei Fehler, die Führungskräfte unbewusst machen und die dafür sorgen, dass Verantwortung abgegeben wird statt übernommen.

👉 Hier geht’s zum 0€ Training: https://online-training.mitarbeiterfuehren.com/?utmcampaign=podcast&utmcontent=&utmmedium=organic&utmsource=Spotify

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:19: Ich möchte heute mit einer Situation starten, die mir ehrlich gesagt noch ziemlich präsent ist.

00:00:28: Mitten im Mittelstand, mitten in der Travelindustrie und wir hatten gerade eine richtig harte Phase hinter uns.

00:00:35: Krise, Unsicherheit, Druck von allen Seiten – und dann standen wir plötzlich vor der wichtigsten Zeit des Jahres!

00:00:43: Der Frühbuchersaison im Januar.

00:00:46: Vier Wochen noch bis zum Launch ….

00:00:49: Und es ging einfach nicht schnell genug voran….

00:00:54: Ich wusste….

00:00:55: Wenn wir diesen Launch vergeigen, wird das richtig eng Nicht nur so ein bisschen unangenehm, sondern existenziell.

00:01:03: Also habe ich einen Präsenz-Meeting einberufen im Büro der Entwickler rund dreißig Mitarbeitende Entwickler, Produktmanager.

00:01:14: Die Führungskräfte hatte ich vorher schon informiert.

00:01:18: die waren aber schon alles andere als begeistert sagen wir es mal so.

00:01:22: Die Stimmung im Raum war mies.

00:01:24: alle wussten dass das nicht gut läuft.

00:01:26: viele haben vermutlich mit einer Standpauge gerechnet Aber nicht mit denen, was ich Ihnen dann gesagt habe.

00:01:34: Ich bin ziemlich direkt eingestiegen!

00:01:38: Leute wir haben ein Problem noch vier Wochen bis zum Launch für die wichtigste Zeit des Jahres.

00:01:45: Ich hab die Arbeitsverträge von euch prüfen lassen.

00:01:48: neben der bereits verhängten Urlaubsperre ordne ich jetzt Samstagsarbeit an und dann war da dieses Raunen im Raum Unglaubigkeit Frust, Resignation und bei manchen blanke Hass.

00:02:02: Ich habe wirklich jede Emotion in diesem Raum wahrgenommen.

00:02:06: Mir selbst ging es dabei überhaupt nicht gut, ich wusste genau dass sich den Mitarbeitenden damit die Vorweihnachtszeit versauert.

00:02:13: Und ja das fühlte sie natürlich auch unfair an weil er es nur einen Teil der Firma betroffen hat während andere Samstags nicht arbeiten müssen.

00:02:21: Nur die Entwickler, nur die Produktmanager.

00:02:24: Gleichzeitig war mir eines völlig klar, dass hier keine Komfortentscheidung, das war eine Überlebensentscheide.

00:02:30: Mir war in dem Moment ehrlich gesagt egal ob sie mich mögen es musste sein.

00:02:36: was danach kam war Funkstille!

00:02:39: Kein Fragen kein Smalltalk.

00:02:42: ein Teil meldete sich krank Ein Teil meldete sich krank, andere machten Dienstaufvorschrift.

00:02:49: Ich war in dieser Phase ganz sicherlich nicht beliebt aber der Launch war erfolgreich und die Firma stand danach stabiler da.

00:02:57: Warum erzähle ich dir das jetzt?

00:02:59: Naja bei Führung genau an solchen Stellen unbequem wird Und weil ich kürzlich über eine Regel gestolpert bin, die das ziemlich gut beschreibt Die sogenannte Neunzigzehnregel Wenn du als Führungskraft deinen Job ernst machst, dann werden dich ungefähr neunzig Prozent der Menschen respektieren und etwa zehn Prozent werden dich dafür nicht mögen.

00:03:24: Vielleicht sogar hassen!

00:03:26: Und das ist kein Zeichen von schlechten Führungsstil sondern oft ein Zeichen Von Klarheit Denn wenn Dich immer alle mögen Ist die Wahrscheinlichkeit hoch Dass Du Konflikten ausweicht, schwierige Gespräche vermeidest oder Entscheidungen vertagst die eigentlich längst fällig waren.

00:03:51: Umgekehrt gilt natürlich auch wenn nicht die Mehrheit ablehnt dann läuft ebenfalls etwas schief.

00:03:57: aber ein gewisser Bieterstand gehört einfach zum Job immer dazu.

00:04:02: gerade im umgang mit schwierigen Mitarbeitenden mit nörgeln mit bremsern oder ja offener Verweigerung wird das deutlich.

00:04:10: Führung heißt eben nicht möglichst angenehm zu sein, Führung heißt Verantwortung zu übernehmen auch dann wenn es absolut unpopulär ist.

00:04:20: Vielleicht magst du dir selbst mal eine ehrliche Frage stellen wo versuchst du gerade gemocht zu werden obwohl Klarheit nötig wäre?

00:04:29: Denn beides gleichzeitig das geht nicht immer.

00:04:33: und wenn dir ein Team wünscht dass wirklich liefert Nicht nur nett nickt sondern Verantwortung übernimmt und Leistungen bringt Der Link ist in den Shownutz.

00:04:42: zu meinem Sechzig Minuten Null Euro Online Training.

00:04:45: Ich freue mich

00:05:03: auf dich!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.