Was tun, wenn ein Mitarbeiter beim Kunden kündigt, bevor er es dem Chef gesagt hat?

Shownotes

Ein Mitarbeiter erzählt einem wichtigen Kunden, dass er kündigt. Fast sechsstelliger Jahresumsatz. Der Chef erfährt es – nicht vom Mitarbeiter, sondern über Umwege. Was ist das arbeitsrechtlich? Was ist das führungstechnisch? Und was hätte man früher tun können? Genau das besprechen wir in dieser Folge.

Was du in dieser Folge lernst

Warum eine mündliche Kündigung beim Kunden arbeitsrechtlich nichts bedeutet – und was sie führungstechnisch trotzdem aussagt

Warum solche Situationen fast nie plötzlich entstehen – und welche Signale vorher da sind

Was passiert, wenn man Fehlverhalten zu lange nicht anspricht: die echte Geschichte einer kaufmännischen Direktorin, einer gefälschten Unterschrift und eines Arbeitsrichters, der trotzdem Recht hatte

Warum Arbeitsgerichte so funktionieren, wie sie funktionieren – und was dich wirklich schützt

Die 24-Stunden-Regel: warum zeitnahes, kurzes Feedback mehr bewirkt als jedes Quartalsgespräch

Was tun, wenn eine klare Arbeitsanweisung wiederholt ignoriert wird – und wie man Fehlverhalten Schritt für Schritt eskaliert, ohne gleich zum Anwalt zu rennen

Für wen ist diese Folge?

Für Führungskräfte im Mittelstand und Geschäftsführer, die Mitarbeitende führen – ohne Konzern-HR im Rücken. Die, die abends mit den Problemen allein sind. Und die wissen wollen, wie man solche Situationen erkennt, bevor sie eskalieren.

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In 60 Minuten zeige ich dir:

Warum schwierige Mitarbeitende entstehen – und was Führungskräfte dabei unbewusst beitragen

Welche Führungsfehler Konflikte erst richtig groß machen

Wie du dein Team so führst, dass Leistung wieder selbstverständlich wird – ohne dass du jeden Abend das Schlimmste befürchtest

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ich

00:00:19: erzähl dir heute drei Geschichten.

00:00:21: Zwei davon sind ich auf meinen Mist gewachsen, fangen wir mal mit der an die ich nicht so leicht vergessen kann.

00:00:27: Da geht's um eine gefälschte Unterschrift.

00:00:29: Ich hatte mal eine Mitarbeiterin, die hat meine Unterschrift gefälscht und sich Geld überwiesen auf ihr Privatkonto.

00:00:36: Mit meiner gefälschten Unterschaft bei der Bank.

00:00:39: Wir hatten das Vier-Augenpräsidieb, dachte ich.

00:00:42: Meine und ihre Unterschriften wurden gebraucht, also hat sie meine eben gefältscht.

00:00:46: Strafanzeige, fristlose Kündigung – der Fall schien klar!

00:00:49: Dann kam der Arbeitsrechter, der sagte, ich zitiere sinngemäß Sie hätten Ihre Mitarbeiterin besser beaufsichtigen müssen.

00:00:56: Vier Augenprinzip einführen.

00:00:58: Ich musste kurz schlucken.

00:01:00: Vier Augenprinzip?

00:01:01: Das hatten wir, meine und ihre Unterschrift!

00:01:04: Trotzdem... ich musste sie zurücknehmen und abfinden.

00:01:08: Ich habe damals gedacht das ist absurd, dass es ungerecht unterstimmte.

00:01:12: auch Es war absurd, es war ungerecht aber der Richter hatte trotzdem recht nicht juristisch, führungstechnisch Denn irgendwo irgendwann hat sich was verpasst.

00:01:22: Ein Signal ein Moment ein kleiner Riss der größer geworden war während ich woanders hingeschaut hatte Nicht weil ich blind war, sondern weil ich dachte das klärt sich schon.

00:01:32: Jetzt die zweite Geschichte Eine Führerskraft erzählt.

00:01:36: einer seiner Mitarbeiter hat einem Kunden gesagt dass er kündigt nicht ihm dem Chef, nicht schriftlich dem Kunden.

00:01:44: fast sechstelliger Jahr aus Umsatz.

00:01:46: der Kunde der das erfährt nicht der Chef.

00:01:49: Der ganze Call wurde kurz still.

00:01:51: meine erste Reaktion war nüchtern Er hat gar nicht gekündigt.

00:01:55: eine Kündigung braucht Schriftform Rechtliches also nichts passiert.

00:01:59: Aber das war nicht der Punkt!

00:02:01: Der Punkt ist, ein Mitarbeiter läuft von Kunden rum und sagt er hört auf informiert doch die eigene Mitarbeiter und macht im Grunde alles außer dass eine was man tut wenn man wirklich kündigt zum Chef gehen Und dann fragt die Führungskraft darf ich ihn eigentlich verbieten Kunden zu informieren?

00:02:16: Ich verstehe die Frage aber sie ist die falsche Frage.

00:02:20: Die richtige Frage ist wie kommt man überhaupt dahin?

00:02:24: Und dann kam noch eine Teilnehmerin im Call mit ihrer eigenen Geschichte.

00:02:27: Eine Mitarbeiterin, Detailverlieb langsam solide aber sie beantwortet Kundenemails konsequent vor ihre privaten Adresse nicht aus den Funktionspostfach der Firma.

00:02:36: Das klingt nach einer Kleinigkeit?

00:02:39: Ist es nicht!

00:02:40: Weil niemand sehen kann ob ein Fall bearbeitet wurde weil der nächste Kollegen Lehre greift weil der Kunde antwortet und die Antwort in eine Postfach landet auf das nur eine einzige Person Zugriff hat.

00:02:51: Arbeitsanweisung wurde ausgegeben, klare Ansage.

00:02:53: Die Mitarbeiterin macht es trotzdem nicht.

00:02:56: und jetzt?

00:02:57: Was macht man jetzt?

00:02:58: Alle drei Geschichten haben dasselbe Muster.

00:03:02: Am Anfang war kein Drama, am Anfang war es ein kleines Ding, ein Signal, ein Verhalten das nicht gepasst hat eine Grenze die ein bisschen weicherer war als sie sein sollte.

00:03:11: Und dann hat jemand gewartet Nicht aus bösem Willen was man beschäftigt war weil man dachte das löst sich Lösste sicher aber nicht.

00:03:20: Die Arbeitsgerichte in diesem Land sind, sagen wir mal, mitarbeiterfreundlich.

00:03:23: Das kann man gut finden oder nicht?

00:03:25: Es ist so!

00:03:26: Und was das bedeutet?

00:03:27: Wenn du irgendwann vor einem Richter sitzt, hilft dir dein gutes Gefühl nicht – dir helfen Notizen, Gesprächsprotokolle, Dinge die du aufgeschrieben hast, zeitnah dem etwas passiert ist.

00:03:36: und noch mehr hilft dir gar nicht erst Landes.

00:03:39: Dafür gibt es eine Regel.

00:03:40: Sie ist nicht kompliziert aber sie wird in der schreckend vielen Unternehmen nicht gelebt.

00:03:45: Vierenzweise Stunden.

00:03:47: Wenn etwas nicht passt sprichst Du es an Nicht nächsten Monat, nicht beim nächsten Mitarbeitergespräch.

00:03:52: Nicht wenn du gerade Lust dazu hast innerhalb von vierundzwanzig Stunden kurz direkt ohne Drama!

00:03:58: Ich habe gesehen was passiert ist.

00:03:59: das möchte ich so nicht mehr braucht es auf gar nichts.

00:04:02: kein großes Gespräch keine HR Prozess keinen Anwalt nur dieser eine Satz zeitnah und Aufschreiben der sei gesagt wurde Das ist nicht bürokratisch dasses Selbstschutz.

00:04:12: Und das ist das einzige was später noch hilft vor einem Richter Oder für die selbst, wenn du dir die Frage stellst wann hätt ich eingreifen müssen.

00:04:19: Die Frage ist immer dieselbe.

00:04:21: das Zauberwort lautet früher Führung kann man lernen.

00:04:25: Das sage ich nicht, weil sich es gut anhört.

00:04:27: Ich sag's war dir selbst gelernt habe Spät mit ein paar teuren Lektionen zwischendrin.

00:04:31: Eine davon hört mich eine Kaufmännische Direktorin und eine schöne Abfindung gekostet.

00:04:37: Wenn du solche Situationen kennst oder sie verhindern willst dann hab' ich was für dich Ein Null Euro Online Training heißt ein Team das liefert.

00:04:44: Sechzig Minuten, wir schauen uns an warum schwierige Mitarbeitende überhaupt entstehen welche Führungsfehler Konflikte erst groß machen und was du konkret tun kannst damit dein Team liefert ohne dass du jeden Abend das Schlimmste befürchtest.

00:04:58: Der Link findest Du wie gewohnt in den Show-Nurz Und damit du weißt was ich erwartet.

00:05:03: Ich werde dir nicht sagen dass Führung einfach ist!

00:05:05: Ich werd dir sagen was sie isst und das ist ein Unterschied

00:05:13: Deine Pflicht.

00:05:15: Der Podcast für Antreiber, Macher, Menschenkenner, Widerstandskämpfer und Zuhörer!

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